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Vorlesen mit Apps

Digitale Medien sind heutzutage ein fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Das kann man gut finden oder schlecht – fest steht aber: Tablets, Smartphones und Spielekonsolen sind in den meisten Haushalten zu finden und werden auch benutzt. Und genau deshalb sind sie eine hervorragende  Möglichkeit, der Sprach- und Leseförderung einen Impuls zu verleihen, mit dem man auch die Kinder erreicht, für die Bücher eher wenig reizvoll sind. Durch interaktive Module, wie an- und ausschaltbare Erzählstimme, Spielelemente, Aufnahmefunktion usw. sind Vorlese- und Bilderbuch-Apps aber auch für alle anderen ein großer Spaß, der die Qualitäten des klassischen Vorlesens (Nähe und Austausch über das Gelesene/Gezeigte) ganz hervorragend mit der wachsenden Bedeutung von Medien in der Lebenswelt von Kindern verbindet.
Laut der Vorlesestudie 2012 der Stiftung Lesen ist die Verbreitung von Smartphones und Tablets in Familien mit formal hoher Bildung genauso hoch wie in den Familien mit formal niedriger Bildung. Die Chance, letztere mit neuen Vorleseangeboten zu erreichen, da die Technik ja bereits vorhanden ist, ist also gegeben – warum sollte man sie nicht nutzen?

Natürlich sollen und werden Bilder- und Kinderbuch-Apps das Vorlesen aus dem Buch nicht ersetzen, aber sie sind eine prima Ergänzung und bieten eine Abwechslung, die einfach Spaß macht.

Wenn Sie es mal ausprobieren möchten: Bei der Stiftung Lesen gibt es jede Menge Tipps für tolle Kinderbuch-Apps.