LeseWelten

Schirmherrschaft

Schirmherren

Der Kabarettist Jürgen Becker ist seit 2012 Schirmherr von LeseWelten. Zum Lesen ist er nicht übers Buch gekommen. Zeitschriften und Comics haben ihn mehr fasziniert, besonders Asterix. Nachhaltige Spuren hat die deutsche Ausgabe der Zeitschrift MAD hinterlassen, die damals von Herbert Feuerstein herausgegeben wurde. "Die war bei uns Schülern Kult und förderte unseren Sinn für Humor, davon habe ich sehr profitiert." Sein Lieblingsvorlesebuch sind „Die Abenteuer der schwarzen Hand“, ein Ratekrimi mit Bildern von Hans Jürgen Press.

Wir freuen uns über unseren neuen Schirmherren: Seit Dezember 2014 unterstützt auch KiKa-Moderator André Gatzke unsere Vorlese-Initiative. Hilde Regeniter von domradio hat ihn interviewt. Hier einige Auszüge aus dem Interview:

Wie bist du auf LeseWelten gestoßen bzw. LeseWelten auf dich?
Susanna Haarmann von LeseWelten ist meine Nachbarin. Eines Tages hat sie mich gefragt, ob ich die Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen von LeseWelten moderiere. Das habe ich getan, dann noch zwei, drei andere Sachen gemacht und eine Vorlesepatenschaft an ein Flüchtlingswohnheim verschenkt. So kam eins zum anderen und irgendwann bin ich gefragt worden, ob ich Schirmherr werden möchte.

Was heißt denn das – was sind da deine Aufgaben?
Ich werde einige Male vorlesen, versuchen, beim Benefizlauf für LeseWelten Geld zu erlaufen, es wird weitere Moderationen geben und mal gucken, was da sonst noch so kommt.

Hast du als Kind selbst viel gelesen?
Ehrlich gesagt nicht! Ich habe mir lieber vorlesen lassen. Ich war eher das Kind, das viel draußen gespielt und viel Quatsch gemacht hat. Ich musste neulich wirklich meine Mutter fragen, was mir früher vorgelesen worden ist. Das war "Baski", den gibt es heute, glaube ich, gar nicht mehr ... Später habe ich dann auch angefangen zu lesen, aber die richtige Lust zu lesen, habe ich erst vor zwanzig Jahren entdeckt – als Jugendlicher.

Was hast du als Jugendlicher gerne gelesen?
Gerne Krimis, gerne ein bisschen verrücktere Sachen ...

Was ist aus deiner Leseleidenschaft geworden?
Ohne Kinder war ich eine große Leseratte. Durch meine beiden Kinder, die zwei und drei Jahre alt sind, ist es schwer, eigene Sachen zu lesen. Ich glaube, das können viele Eltern nachvollziehen. Wir versuchen – und das machen wir auch – unseren Kindern jeden Tag vorzulesen. Also jeden Abend, als festes Ritual. Ich habe Hörbücher für mich entdeckt. Wenn es den Kindern mal nicht gut geht, und ich am Bett sitze, stecke ich mir die Kopfhörer in die Ohren und höre nebenbei ein Hörbuch. Und wenn ich Glück habe, besitze ich auch noch das Buch und kann immer switchen zwischen lesen und hören.

Was lest ihr euren Kindern vor?
Wir gehen regelmäßig in die Bücherei und haben ein großes Sortiment zu Hause. Anfangs haben wir immer vorgelesen, was uns selbst gefiel. Und jetzt ist es so weit, dass die Kinder selbst entscheiden und dann zum Bespiel sagen: "Mensch, wir wollen ‚Pitt der Floh‘ vorgelesen bekommen oder Janosch."

Was wünscht du dir für deine Zeit als Schirmherr von LeseWelten?
Mir und den Kindern, denen vorgelesen wird, jede Menge Spaß! Und vielleicht auch so viel Spaß, dass sie selbst Lust aufs Lesen bekommen. Kinder können ja auch ihren Eltern vorlesen. Es müssen ja nicht immer die Eltern sein, die den Kindern vorlesen. Lesen ist so wichtig, weil es die Fantasie fördert. Wenn ich ein Buch lese oder ein Hörbuch höre und dann den Film dazu sehe, stelle ich immer wieder fest, dass einem ein Stück Fantasie geraubt wird, weil ich mir die Figuren anders vorstelle, als die sich jemand anders vorgestellt hat.